Es geschieht jedes Jahr im März: Wir publizieren einen Release mit zahlreichen Neuerungen. Ausgewählte Kunden prüfen die Software drei Monaten lang im täglichen Betrieb. Ab Juni steht der Release dann allen Kunden zur Verfügung, und sie alle profitieren von starken Verbesserungen. Einige möchte wir Ihnen vorstellen.
Kategorie: innosolvenergy
Reporting – mächtig und flexibel
«Reporting»: Der Begriff umfasst alle Typen von Anwendungen für Reporte – auch Drittprodukte wie Excel und Word. Was wir beim Reporting verbessert haben? Neu bezieht das System die Daten nicht mehr nur aus der Datenbank, sondern auch aus weiteren Datenquellen. Dashboard, CRM 360°-Sicht und Massenbearbeitung machen das bereits.

Wenn Sie mehrere Datenquellen für einen Report nutzen, führt ein Workflow die gewünschten Daten zusammen. Ihr Vorteil nach diesem Prozess: Ein einziger Report präsentiert Ihnen bei Bedarf beliebige Daten aus mehreren Quellen. Zum Beispiel Daten aus der Datenbank nest/is-e, kombiniert mit Debitoren-Daten aus Ihrem Finanzsystem.
Mobile App – alles im Blick
Die Mobile App von innosolv wird immer beliebter. Deshalb erweitern wir sie stetig. Bisher sahen Sie das Dashboard nur, wenn Sie einen Datensatz aufgerufen haben, etwa zu einer Person oder einem Unternehmen. Nun zeigt Ihnen die Mobile App schon beim Start wichtige Informationen, zum Beispiel die Zahl der anstehenden Aufgaben oder die Umsatzentwicklung. Bei Bedarf können Sie sofort in einzelne Datensätze schauen, etwa zu den fälligen Aufgaben.


Sie können Ihr Dashboard sowohl mit der Desktop-Anwendung als auch auf Ihrem Mobilegerät nutzen. Doch Sie müssen es nur einmal definieren.
Interessant für Städte und Gemeinden: Die Mobile App zeigt Ihnen nun auch die Einwohner auf übersichtliche Weise – natürlich unter Einhaltung des Datenschutzes. Damit lösen wir das Modul «Web Info-Center» ab. Dieses Modul unterstützen wir zwar noch, aber wir entwickeln es nicht mehr weiter.

Login: Neues Verfahren, hohe Sicherheit
Mit dem Release 2020 bieten wir ein neues Login – vorerst für die Mobile App. Mit dem Release 2021 gibt es den Dienst dann auch für die Desktop-Anwendung. Sie können sich mit demselben Login bei unterschiedlichen Anwendungen und Services anmelden (Single Sign-on). Wir unterstützen folgende Anbieter:
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Microsoft (Windows-Benutzer)
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Microsoft Active Directory Federation Services (ADFS)
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Microsoft Azure Active Directory (Azure AD)
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Google
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Ausserdem bietet der Dienst Zugang zu jedem Identity Provider (IDP), der Authentisierungs-Flows über OpenID Connect unterstützt
Outlook perfekt integriert
Das kennen Sie vielleicht schon: Seit Release 2019 verbindet das Outlook-AddIn Ihr Outlook mit der Fachanwendung von innosolv. Sie klicken auf ein E-Mail, und schon sehen Sie die Aktivitäten des Absenders. Gehört das E-Mail zu einer Unterhaltung über eine Aktivität? Dann verbindet das AddIn das E-Mail automatisch mit der entsprechenden Aktivität – und schon ist es dort als Nachricht gespeichert. Oder Sie lassen sich eine neue Aktivität erstellen. In beiden Fällen speichert das Programm das E-Mail zusätzlich im DMS von innosolv.

Das Outlook-AddIn verbindet neu Aktivitäten nicht nur mit Subjekten, Einwohnern oder Leads, sondern auch mit
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Vertragspartnern und Abrechnungsverträgen
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Verträgen im Vertragsmanagement
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Einmalrechnungen
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Projekten, etwa für die Hausinstallationskontrolle
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Objekten wie Grundstücken, Gebäuden, Wohnungen
Mithilfe der E-Mail-Adresse sucht das Outlook-AddIn zutreffende Datensätze in nest/is-e. Gibt es keinen Treffer, können Sie selber eine Suche nach Namen oder Vornamen ausführen. Die E-Mail-Adresse können Sie bei Bedarf direkt aus dem Outlook-AddIn speichern.
Vordefinierte Abläufe im Vertragsmanagement
Ihre Organisation arbeitet eventuell mit einer grossen Zahl an Verträgen: Kaufverträge, Pachtverträge, Angebote etc. Vielleicht nutzen Sie dafür das Modul Vertragsmanagement von innosolv. Das Modul kontrolliert für Sie schon bestimmte Termine und Fristen. Aber oftmals müssen Sie komplexe Abläufe einhalten. Deshalb haben wir das Vertragsmanagement mit einer Ablaufsteuerung für Aktivitäten erweitert. Auf einfache Art und Weise definieren Sie, wie ein Prozess in Ihrer Organisation ablaufen soll. Das Programm führt die Benutzer durch den Prozess. Die Arbeit wird leichter, es passieren weniger Fehler.

Grundbuchmeldungen fliessen direkt in nest/is-e
Mit dem Release 2020 können Sie Meldungen aus dem Grundbuch importieren. Für jede Meldung erstellt das Programm automatisch eine Aufgabe (Aktivität). Mit dieser Aufgabe starten Sie den entsprechenden Geschäftsfall, etwa einen Eigentümerwechsel. Die Daten stehen im Geschäftsfall schon drin; dadurch vermeiden Sie einen Medienbruch.

Hinweis: Erkundigen Sie sich bei der zuständigen Stelle Ihres Kantons, ob die Grundbuchlösung solche Meldung nach dem Standard eCH-0134 schon unterstützt.
Barzahlungen leicht gemacht
Unsere Anwendung «Einmalrechnungen» arbeitet ab sofort auch mit dem neuen Modul «Kasse» zusammen. Sie erledigen mit der «Kasse» den Zahlungsprozess direkt in der Fachanwendung. Das Modul unterstützt Sie mit folgenden Funktionen:
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Kartenzahlung mit Anschluss an Bezahlterminal
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Barzahlung mit Retourgeld und Schubladensteuerung
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Beleg für Übermittlung an Zentralkasse (inkl. QR-Code)

Für jeden Kartentyp definieren Sie nur einmal die Höhe der Kommission (in Prozent). Diese Kommissionen werden in jedem Tagesabschluss gesondert ausgewiesen.
Meldungen zwischen Haupt- und Nebenwohnsitz
Bisher konnten die Gemeinden Meldungen nur zwischen Hauptwohnsitzen austauschen. Neu ist dies auch zwischen Hauptwohnsitz und Nebenwohnsitz möglich. Für jede Meldung erstellt das Programm automatisch eine Aufgabe (Aktivität). Mithilfe dieser Aufgabe starten Sie den entsprechenden Geschäftsfall, etwa eine Verlängerung des Aufenthalts. Die Daten stehen im Geschäftsfall schon drin; dadurch vermeiden Sie einen Medienbruch.

Hinweis: Diese neue Meldungen sind bis auf Weiteres nur zwischen Städten und Gemeinden möglich, welche die Lösung von innosolv einsetzen.
Zeitreihen: Meilenstein für Energieversorger
Die Energiestrategie 2050 ist beschlossene Sache. Zudem wird der Markt irgendwann komplett geöffnet. Das bedeutet für Sie:
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Smart Meter kommen flächendeckend – und mit ihnen immense Mengen an Messdaten
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Sie können neue Produkte anbieten, vielleicht mit flexibleren Tarifzeiten
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Zusammenschlüsse zum Eigenverbrauch (ZEV) müssen exakt abgerechnet werden
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Die Kunden werden die Lieferanten viel häufiger wechseln
innosolv reagiert auf diese Entwicklung: mit einem neuen is-e-Modul für Zeitreihen. Mit diesem Modul speichern und archivieren Sie die Viertelstunden-Messwerte. Und Sie erledigen die Bilanzierung und den Datenaustausch mit Marktpartnern. Sie wünschen exakte Abrechnungen für die Parteien eines Zusammenschlusses zum Eigenverbrauch (ZEV)? Auch die bekommen Sie dank der tiefen Integration.

Energieversorger ersetzen Rundsteuerung
Der flächendeckende Rollout von Smart Metern ist in vollem Gang. Bei dieser Gelegenheit ersetzen Energieversorger oft die heutige Rundsteuerung. Anlagen werden neu entweder durch den Smart Meter oder ein separates Lastschaltgerät gesteuert. innosolv unterstützt beide Varianten: Als Nutzer können Sie die Kommandos einer Anlage oder mehrerer Anlagen mit bestimmten Relaisnummern verknüpfen. Die Relaisnummer sehen Sie auf der Anlage. Im Lastschaltgerät oder auf dem Smart Meter sehen Sie auch die nicht genutzten Relais. Sie behalten den Überblick – jederzeit.

Kirchgemeinden im Fokus
Der neue Release 2020 bietet eine komplett neue Mitgliederverwaltung – ausgerichtet auf die Bedürfnisse von Kirchgemeinden. Sie behalten den Überblick über Ereignisse wie Taufen oder Trauungen. Eintritte in Ihre Kirchgemeinde und Austritte verarbeiten Sie auf einfache Weise. Meldungen von Gemeinden oder vom Kanton fliessen noch leichter als bisher in die Mitgliederverwaltung. So sind Ihre Daten stets aktuell.

Haben Sie Fragen? Dann kontaktieren Sie uns bitte – oder Ihren Vertriebspartner. Vereinbaren Sie heute schon einen Termin für die Installation des Release 2020 – es lohnt sich!
430 Städte und Gemeinden in der ganzen Schweiz arbeiten mit der Software nest. Zusammen haben sie 2,8 Millionen Einwohner. 500 Versorger für Strom, Gas, Wasser, Fernwärme und Telekommunikation mit 2,7 Millionen Messstellen setzen auf die Lösung is-e. innosolv ist damit in beiden Branchen Marktführer.
Einstieg in den Markt für Städte und Gemeinden
Ein Blick zurück: 1996 beginnt innosolv die Zusammenarbeit mit KMS AG. Gemeinsam gründen wir eine Tochtergesellschaft – die Neue Software Technologie Gemeinden GmbH oder kurz: NEST GmbH. innosolv entwickelt und pflegt die Applikationen für Einwohnerdienste, Gebühren, Werke und Objekte. KMS ist für die Lösung Steuern zuständig. Die NEST GmbH beschäftigt kein Personal, sondern hält einzig die Vertriebs- und Markenrechte. Beim Endbenutzer-Lizenzvertrag tritt NEST gegenüber den Städten und Gemeinden in der deutschen Schweiz als Vertragspartnerin auf.
Die junge GmbH erweckt eine neue Marke zum Leben: «nest». Mit dieser Gesamtlösung können wir im Markt für Gemeinden rasch Fuss fassen.
Kantone geben Lösung für Steuern vor
In den letzten Jahren haben immer mehr Kantone den Umgang mit den Steuern zentralisiert: Der Kanton stellt eine Lösung zur Verfügung, mit der die Gemeinden arbeiten müssen. Dieser Trend wird sich fortsetzen. Die NEST GmbH verliert somit ihren Zweck. innosolv AG und KMS AG haben deshalb entschieden, die NEST GmbH aufzulösen. Die Vertriebsrechte der eigenen Produkte liegen neu beim jeweiligen Hersteller. Die Marke «nest» wird künftig nur noch von KMS AG verwendet, für ihre Steuerlösung bei Kantonen, Städten und Gemeinden.
Neue Markennamen – wann?
Die innosolv AG vertreibt ihre Produkte ab dem Jahr 2021 unter neuen Markennamen. Wie lauten die? Das wissen wir noch nicht! Wir informieren Sie, sobald wir sie haben. Mit diesen neuen Namen werden wir auf jeden Fall den gemeinsamen Ursprung der beiden Branchenlösungen betonen.
Was ändert sich für Sie als Kunden?
Nichts – ausser dem Umstand, dass nun auch Städte und Gemeinden in der Deutschschweiz den Endbenutzer-Lizenzvertrag direkt mit innosolv abschliessen. Gemeinden in den Kantonen BL, SO, TG, VS und ZH schliessen für die Steuern einen zusätzlichen Vertrag mit KMS.
Sie arbeiten weiterhin mit der beliebtesten Schweizer Software für Städte, Gemeinden und Versorger. Und wir treiben die Entwicklung der Applikationen mit gewohnter Energie voran. So werden Sie mit den raschen Veränderungen im Markt mühelos Schritt halten. Versprochen.
Das Vertragsverhältnis zwischen Ihnen und Ihrem Vertriebspartner ist durch die Veränderungen nicht betroffen – Ihr Partner im Vertrieb bleibt auch Ihr Ansprechpartner.
Falls nötig wird Ihr Vertriebspartner Sie auf den Endbenutzer-Lizenzvertrag ansprechen. Haben Sie Fragen? Dann zögern Sie nicht – reden Sie mit uns oder Ihrem Vertriebspartner.
12. November 2019. Der Saal bei innosolv in St. Gallen ist gut besetzt. Dasselbe Bild am 26. November in Olten und am 5. Dezember wieder in St. Gallen. Insgesamt 130 Personen aus der Energieversorger-Branche wollen das jüngste Produkt von innosolv sehen: das Modul «Zeitreihen».

Das neue Modul – schnell und zuverlässig
Jeder Energieversorger braucht eine Lösung für das Energiedatenmanagement (EDM). Manche Versorger nutzen ein eigenes System, andere haben einen Dienstleister. Der Prozess ist immer der gleiche: Man importiert Messwerte, das System prüft sie und berechnet Zeitreihen. Zuletzt exportiert man die Zeitreihen, etwa für Marktpartner oder für Swissgrid. Der ganze Vorgang kann dauern.
Mit dem neuen Modul von innosolv gehören lange Verarbeitungszeiten der Vergangenheit an. Das Programm erkennt selbst, wenn eine Aufgaben ansteht und erledigt sie schnell und sorgfältig. Am Ende liefert es zudem die Verbrauchswerte für die Abrechnung.
Pflicht erfüllt, mit Bravour
Zurück zur Roadshow von innosolv. Ueli Knellwolf präsentiert den Zuschauern die neue Teilanwendung «Marktpartner». Sie steht künftig allen Kunden zur Verfügung, egal ob sie «Zeitreihen» schon einsetzen oder nicht. Der Nutzer ordnet die Lieferanten den Bilanzgruppen zu; das muss er jetzt nur noch einmal pro Marktpartner tun und nicht wie bisher pro Messpunkt. Das spart Arbeit.
Hannes Anderes zeigt: So einfach lassen sich Zeitreihen berechnen. Sprechende Bezeichnungen fügen sich zu Formeln, ähnlich wie in Excel. Der Nutzer sieht die Zeitreihen übersichtlich als Grafik auf seinem Bildschirm.

Karel Handlir demonstriert: So zuverlässig beliefert das System die Marktpartner. Und ohne Probleme erledigt es die Bilanzierung der verschiedenen Netzebenen. Kurz: Das Modul «Zeitreihen» erfüllt seine Pflicht mit Bravour. Doch das ist noch nicht alles!
Leicht gemacht: Abrechnungen für Eigenverbrauch
Bereits seit einiger Zeit kann is-e Abrechnungen für Eigenverbrauchsgemeinschaften (ZEV) erzeugen. Voraussetzung: Ein externes System liefert die Messdaten in der erforderlichen Form. Der Aufwand für die Koordination und das Einrichten ist jedoch gross. Und das bedeutet: hohe Kosten. Dank «Zeitreihen» stehen die Messwerte schon in is-e. «Mit diesen Werten generiert das Programm exakte Abrechnungen für Netzbezug und Eigenverbrauch – einfach und ohne Schnittstellen», sagt Giuseppe Martella von innosolv.
Ein Blick voraus
Das Modul leistet noch mehr. Auf Basis historischer Werte kann es Zeitreihenwerte sogar vorausbestimmen. Mit diesen Werten lässt sich der Einkauf optimieren und die Ausgleichsenergie minimal halten. Fachspezialisten können die Prognose auf einfache Weise beeinflussen. Bei Bedarf berücksichtigt das Programm auch Einflussfaktoren wie Temperatur und Globalstrahlung.
Gemeindewerke Erstfeld machen es vor
Ein Versorger arbeitet schon seit Oktober 2019 mit dem Modul «Zeitreihen»: die Gemeindewerke Erstfeld, im Testbetrieb. Parallel nutzen sie vorläufig noch das System eines externen Dienstleisters.
Zuständig für die «Zeitreihen» ist Christoph Grepper, Finanzchef und Mitglied der Geschäftsleitung. «Wir haben das neue Modul innerhalb weniger Tagen eingeführt», berichtet er. «Es brauchte kein zusätzliches Personal. Wir nutzen bereits alle wichtigen Funktionen. Das System ist marktreif!» Und, ergänzt er: «Wir sind wieder Herr über unsere Daten. Für Energiedienstleistungen wie ZEV-Abrechnungen oder künftig für Dynamic Pricing sind wir bestens gerüstet.»

Im Frühjahr 2020 werden wir das Modul «Zeitreihen» ausliefern. Haben Sie Fragen? Sie wünschen eine Offerte? Dann kontaktieren Sie uns bitte – oder Ihren Vertriebspartner.
ewl ist ein modernes Unternehmen im Besitz der Stadt Luzern: Über 300 Mitarbeitende, 150’000 Verträge, 90’000 Messstellen. Die Firma versorgt in der Zentralschweiz Kundinnen und Kunden mit Strom, Erdgas, Wasser, See-Energie und Fernwärme. Ausserdem bietet sie Dienstleistungen und Beratungen rund um Telekommunikation, Energie und Installationen.
Alle Versorger in der Schweiz stehen vor grossen Herausforderungen – Regulierung, Marktöffnung, Energiewende. Bei ewl hatte man schon Anfang 2017 obendrein hohe Ziele. «Fit für den Wettbewerb!» hiess die Devise. Die Effizienz sollte gesteigert werden, um ganze hundert Prozent. «Wir wollten einen Quantensprung. Da musste alles hinterfragt werden», erinnert sich Martin Erny, der Leiter IKT und Mitglied der Geschäftsleitung von ewl. Die Luzerner entschieden sich für eine komplette Wende: eine neue integrierte IT-Lösung rundum die Verrechnung, ERP, Instandhaltung und Kundenvertragsmanagement.
Neue Wege zu neuen Lösungen
Im April 2017 lud ewl drei kompetente und erfahrene Unternehmen nach Luzern ein: Unter den drei Unternehmen war auch transformIT (ein Vertriebspartner von innosolv), in einer Bietergemeinschaft mit Bewida (Vertriebspartner von Abacus). Die anderen zwei waren Lösungspartner von SAP. Mit jedem Unternehmen organisierte ewl mehrere Workshops, über eine Zeit von drei Monaten. Warum dieser Aufwand? «Klassische Beschaffungen mit detaillierten Pflichtenheften laufen vielfach schief», weiss Martin Erny. «Allzu oft wird das Vorhandene einfach ersetzt. Man denkt gar nicht daran, die Prozesse zu verändern. Diesen Fehler wollten wir unbedingt vermeiden.»
In den Workshops standen die Teams der einzelnen Bereiche von ewl Rede und Antwort: Welche Aufgaben hat es, welche Ziele? Die Wege zu diesen Zielen gab ewl bewusst nicht vor; sie wollte offen sein für neue Ansätze. Für Daniel Ackermann von transformIT war dieser neue Lösungsansatz mit Workshops sehr sympathisch: «Falls nötig haben wir Prozesse gleich live gezeigt. Das gab ewl und uns Sicherheit.»
«Immense Erfahrung, mächtige Software»
In den Workshops formulierte ewl auch neue Anforderungen. innosolv zum Beispiel musste zusätzliche Features zusichern, etwa für den mobilen Gerätewechsel und den Abgleich der Objektdaten in Abacus.
Nach den Workshops machten die Unternehmen ihre Angebote. transformIT/Bewida gingen aus diesem Rennen klar als Sieger hervor. Warum? «Die immense Erfahrung von transformIT kombiniert mit der mächtigen Software von innosolv hat uns überzeugt», sagt Martin Erny. «Die Architektur von is-e entspricht viel mehr unseren Anforderungen als jene von SAP. Sie ist perfekt auf uns zugeschnitten! Zudem ist is-e/Abacus eine Schweizer Lösung.»
Volle Kraft – von Anfang an
Künftig läuft bei ewl nun die Lösung is-e, diese umfassende Software mit Modulen für Vertrieb, Messen und Abrechnen. Die Luzerner entschieden sich von Anfang an für ein grosses Paket an Funktionen. Zu diesem Paket gehören «Leads», «Angebote» sowie die Mobile-App. Für die Hausinstallationskontrolle integrierte ewl ausserdem das Modul «Projekt- und Prozessmanagement» (PPM) mit ElektroForm von Brunner.
Für die Instandhaltung von Anlagen und für neue Hausanschlüsse nutzt ewl in Zukunft das Abacus-Programm «Service- und Vertragsmanagement» (SVM). Dieses Programm verwendet Objektdaten aus is-e.
Bestens vernetzt
Auch das Kundenportal ist an das neue ewl-System angeschlossen, etwa für Vertragswechsel – mit dem Modul «is-e-Connector». Stammdaten erhält das System aus dem Programm des Providers für Telekommunikation (FibX); Verrechnungsdaten importiert es danach mit dem Modul «Import Vertragspositionen». Natürlich gibt es auch eine Schnittstelle zum GIS-System. Und eine weitere zu OneOffix, einem Programm für Office-Vorlagen von Microsoft.
Für den grossen Überblick verwenden die Luzerner das Modul «CRM360°». Mit dessen Hilfe sehen die Nutzer bei ewl Daten aus verschiedenen Systemen direkt in is-e und in der Mobile-App. Zum Beispiel die Daten aus Aufträgen, Projekten und Serviceverträgen von Abacus.
200 Tarife mit je 90 Varianten
ewl hat hohe Ansprüche. Die Konfiguration in Luzern fiel deshalb deutlich umfangreicher aus als bei anderen Kunden; sie nutzt besonders viele Möglichkeiten von is-e. «Wir mussten zum Beispiel über zweihundert Tarife mit je neunzig Varianten der Abrechnung einrichten», sagt Gerry Torda, der Projektleiter für is-e von transformIT. «Die vielen Varianten sind nötig, weil die Kunden den Abrechnungszeitraum wählen können. Gleichzeitig fakturiert ewl nicht alles auf einmal, sondern gebietsweise.»
In nur einem Jahr am Ziel
ewl realisierte ein grosses Projekt in knapper Zeit und im laufenden Betrieb – das war mutig, anspruchsvoll. Die Verantwortlichen legten deshalb Wert auf eine schlanke Organisation mit hoher Entscheidungskompetenz. Die Qualitätssicherung übernahm ein externer Berater.
Gegen Ende des Projekts gab es noch eine entscheidende Frage: Wird die Übernahme der Daten aus den bisherigen Systemen reibungslos gelingen? Im Fall von ewl waren dies Systeme für Abrechnungen (Wilken), für Kundenbetreuung (CRM Navision) und für Anlagen (Brunner Infradata). transformIT meisterte die Aufgabe mit Bravour – ihre immense Erfahrung sicherte eine gute Qualität der Daten.
Ein Quantensprung, tatsächlich
Im Januar 2019 nahmen die Luzerner das System in Betrieb. Und? Es läuft! Sehr gut. Stabil. Das Unternehmen hat den Quantensprung geschafft, es steigerte die Effizienz tatsächlich markant – allerdings noch nicht um hundert Prozent. Erst müssen die Mitarbeitenden die neuen Prozesse verinnerlichen. Und da und dort wird man noch etwas justieren.
Eine herausragende Leistung. Wir gratulieren allen Beteiligten! Und wir danken herzlich für das Gespräch.

