Die Stromtarife werden dynamisch. Bei Ihnen auch?

Dynamische Tarife setzen sich durch. Immer mehr Energieversorger bieten ihren Kunden flexible Preismodelle. Die Nachfrage wächst – doch die Berechnung der Tarife hat es in sich. innosolvenergy unterstützt Sie dabei. Wie? Das lesen Sie hier.

Was lange diskutiert wurde, nimmt Form an: Seit Anfang 2026 sind dynamische Netznutzungstarife generell zulässig. Die neue Fassung der Stromversorgungsverordnung (StromVV) macht’s möglich. Dynamische Tarife für den Energiebezug waren schon früher erlaubt; ab 2027 sollen auch die Preise für die Einspeisung flexibler werden.

Was ist ein dynamischer Tarif?

Dynamisch heisst: Der Preis folgt dem Rhythmus des Netzes – stündlich oder viertelstündlich. Das schafft Anreize, Strom dann zu beziehen oder einzuspeisen, wenn das Energiesystem dies braucht. Der Kunde erhält vorab eine Preiskurve. Im Idealfall bindet er sie über eine Schnittstelle (API) in sein Energiemanagementsystem (EMS) ein.

Marktpreis plus Marge

Basis der Energietarife – egal ob für Bezug oder Einspeisung von Strom – sind die erwarteten Börsenpreise. Beim Bezug schlägt der Energieversorger eine Marge drauf. Die Preiskurve spiegelt das Auf und Ab des Strommarkts; viele Kunden werden ihren Verbrauch danach ausrichten.

 

Wie die Netztarife berechnet werden 

Bei Netztarifen ist die Berechnung komplexer: Die Preiskurve soll Lastspitzen glätten und so den Netzausbau bremsen.

Im ersten Schritt prognostiziert das System die Netzbelastung für den nächsten Tag (Day-ahead) – auf Basis historischer Lastgangdaten, ergänzt um Einflussfaktoren wie Wetter und Feiertage.

Daraus entsteht eine Preiskurve: Hohe Netzlast treibt den Preis nach oben, niedrige Netzlast senkt ihn. Ein Algorithmus sorgt dabei für Leitplanken: Preisgrenzen werden eingehalten, extreme Ausschläge bleiben zeitlich begrenzt. Ein Durchschnittskunde zahlt insgesamt nicht mehr als mit dem Standardtarif.

Entscheidend ist ein Preisunterschied, der Verbraucher tatsächlich zu flexiblem Verhalten animiert. Auf die Weise wird das Netz gleichmässiger ausgelastet.

Das Modul «Zeitreihen» von innosolv unterstützt Sie bei der Berechnung solcher Preiskurven, auch bei komplexen Algorithmen. Dieses Modul ist in Ihr bestehendes System bereits integriert: keine zusätzliche Lösung, kein Mehraufwand.

Die Abrechnung

Am Ende jeder Rechnungsperiode multipliziert das System den Verbrauch jeder Viertelstunde mit dem jeweiligen Preis aus der Preiskurve. Auf der Rechnung erscheint der Durchschnittspreis über die gesamte Periode; wer die Details zur Preisbildung sehen will, findet sie im Kundenportal.

Stehen dynamische Stromtarife auf Ihrer Roadmap – oder haben Sie Fragen zum Thema? Dann kontaktieren Sie uns oder Ihren Vertriebspartner. Wir zeigen Ihnen, wie Sie von dieser Lösung profitieren.

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